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Sonate
für Klarinette
und Klavier, Op.84 (1964)
Allegro moderato,
Andantino, Adagio - allegro con spirito
Aufführungsdauer: 22'
Erster Verleger: Hinrichsen, London, 1965
Jetzt in einer neuen Ausgabe von Schott (KLB 47) erhältlich
Aufführungen
(Auswahl):
Thea King, London,
Mär. 1965
Manchester, Oct. 1965 (Konzert zu Ehren Hans Gál und Egon Wellesz)
John McLeod/Margaret Murray, Edinburgh, Mrz. 1968
Ottokar Drapal/Hans Gál, Radio Wien, Aug. 1968, Mrz. 1971
Terence Newcombe/Marjorie Dunbar, Edinburgh, Jan. 1977
Ronald Mackie/Audrey Innes, Edinburgh, Aug. 1980
Philip Greene/Leon Coates, Edinburgh, Okt. 1985
Mainz, Sep. 1990 (100. Geburtstagskonzert)
Murray Khouri/John McCabe, BBC Radio, Mai 1991
Zum Werk:
Gáls Hauptwerke für Klarinette sind die
Serenade Op.93 für Klarinette, Violine und Violoncello (1935),
das Trio Op.97 für violine, Klarinette und Klavier (1950), die
Sonate Op.84 für Klarinette und Klavier (1965) und das Quintett
Op.107 für Klarinette und Streichquartett (1977). [Die Opusnummern
beziehen sich auf die Veröffentlichungsfolge, die in Klammern
angegebenen Daten auf das Kompositionsjahr].
Die Klarinettensonate wurde im gleichen Jahr wie
ihr 'Partner', die Sonate für Oboe Opus 85, komponiert und gehört
zu Gáls Spätwerk. Charakteristisch jedoch für die
Musik Gáls ist die bemerkenswerte Beständigkeit und Eigenständigkeit
des Stils. Tief verwurzelt in der deutsch-österreichischen Tradition,
hatte er bereits in den zwanziger Jahren seine eigene musikalische
Sprache gefunden, der er, obwohl neuen Formen und Kombinationen stets
zugewandt, treu blieb. Sie vereinigt fließende Melodik mit polyphonischer
Struktur, freie ausdrucksvolle Lyrik mit emotionaler Zurückhaltung,
Klarheit und Präzision der Form mit harmonischer und tonaler
Tiefgründigkeit.
Uraufführung:
Wien (Radio)
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