|
Sonate
für Klavier,
Op.28 (1927)
Tranquillo e semplice,
Quasi menuetto - allegro molto, Andante un poco sostenuto - molto
tranquillo - agitato, Allegro con spirito
Aufführungsdauer: 18'
Erster Verleger: N.Simrock, Berlin, 1927
jetzt Boosey & Hawkes: käuflich erhältlich (M221120861)
Aufführungen
(Auswahl):
Hans Gál,
Breslau, Mrz. 1928; Wien, Apr. 1928, Radio Stuttgart, Jun. 1928,
Petra Göring, Wien, Dez. 1929
Hans Gál, Basel, Feb. 1930; Mainz, Dez. 1930; Radio München,
Jun. 1950
Wanda Zachra-Stadler, Wien, Feb. 1935, Feb. 1936
Radio Köln, Jul. 1949
Mainz, Sept. 1980
Leon McCawley, Surrey, Birmingham, 2001; Stratford-upon-Avon, Apr.
2002
zum Werk:
"Geschrieben 1927. Damals wie seit jeher und
immer noch, haben mich die unerschöpflichen Unmöglichkeiten
des Klaviersatzes fasziniert, aber damals konnte ich meinen Händen
wohl mehr zumuten als heute. Übrigens heißt sie nicht bloß
so, sondern ist wirklich eine Sonate, mit konzentriertem engmaschigem
Formbau; die vier Sätze sind ja in der Form durchaus klar. Daß
der dritte Variationen sind, ist nicht mißzuverstehen, und ebensowenig,
daß das Rondothema des letzten Satzes aus dem letzten Takt des
Variationenthemas gewachsen ist. Ein anderer thamatischer Zusammenhang
kommt aus dem ersten Takt des ersten Satzes: die absteigende Quint b-es,
die da drin steckt, ist im Scherzomotiv, und ebenso im ersten Takt des
Variationsthemas im Andante. Es wird Ihnen Spaß machen, wenn ich
Ihnen gestehe, daß ich das eben erst bemerkt habe, als ich in
die Noten sah: wenn man etwas in einem Zuge schreibt, erfindet man eben
organisch, ob man will oder nicht..."
Hans Gál, 1962
|
|