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Die heilige
Ente
Ein Spiel mit Göttern
und Menschen, in einem Vorspiel und drei Akten, von K.M. Levetzow und
Leo Feld, Op.15 (1920-1921)
Personen: 2 Sop,1
Alt,3 Ten,2 Bar,2 BaßOrchester: 3(Picc),3(Eh),3(Dkl,Bkl),3(Kfag);
4,3,3,1; Hfe;Cel;Pke;Schlg; Str.; 2 Bilder
Aufführungsdauer: abendfüllend
Verleger: Universal Edition
Partitur und Stimmen leihweise lieferbar
Uraufführung:
Düsseldorf Apr.1923 (Szell)
Weitere Aufführungen
(Auswahl):
Prüwer, Breslau,
Nov.1923, Mär.1925; Weimar, Feb.1924, Mrz. 1924
Aachen, Feb.1924
Chemnitz, Feb.1924
Kassel, Mai 1924
Gál, Breslau, Feb. 1925
Königsberg Feb.1925
Saarbrücken, Apr. 1925
Zweig, Berlin, Aug.1925
Steinberg, Königsberg, Dez.1925; Prag Jan.1926
Schwarz, Karlsruhe, Apr. 1928, Jun. 1928, Aug. 1928
Kaiser, Radio Wien, Mrz. 1929
Mainz, Nov. 1932, Dez. 1932
Letzte vollständige
Aufführung: Mainz, Mrz.1933
Mit Klavier: Deutsche
Oper, Berlin, Nov. 1990
Gekürzte
Kinderfassung: Köln, Jun. 2003
Gáls
Aufsatz 'Zum Problem der Komischen Oper' von 1927 erwähnt zwar
gar nicht seine eigenen Opern, ist aber besonders aufschlußreich
über sein Verhältnis zum textlichen Stoff und ließe
sich gänzlich auf seine Heilige Ente beziehen:
"Die
komische Oper hat nun einmal (von dem veristischen Mittel einer spannenden,
brutal nervenaufpeitschenden Handlung kann sie naturgemäß
keinen Gebrauch machen) nur dann eine echte Wirkungsmöglichkeit,
wenn sie auch imstande ist, eine starke gefühlsmäßige
Reagenz hervorzurufen. Das muß die heitere wie die ernste vermögen.
Dazu braucht sie - die binsenste aller Binsenwahrheiten! - Musik.
Wirkliche, empfundene und erfundene, gesungene und beseelte Musik!
Und nun kommt das schöpferische Geheimnis des dramatisch empfindenden
Musikers: er braucht unbedingt einen ihn innerlich ergreifenden Stoff,
um Ergreifendes produzieren zu können... Eines scheint mir klar:
was im Künstler, gerade wenn er wirklich einer ist, Schaffensenergien
auslösen kann, wird - vom Gebiet der komischen Oper gesprochen
- keine alberne Posse und keine noch so gescheite, witzige Parodie
sein, sondern nur eine echte, tiefere menschliche Motive behandelnde
Charakterkomödie. Im Menschlichen steckt der Kern aller echten
Musikdramatik..." [ Musikblätter des Anbruch IX,
Heft 1/2, S. 91-2, 1927]
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